Ein Gewerbeareal erben heißt nicht automatisch, frei entscheiden zu können
- Stephan Gahm

- vor 2 Tagen
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Ein Sohn hat ein älteres Gewerbeareal mit großen Hallen und Freiflächen übernommen. Einige Flächen davon sind kurzfristig kündbar vermietet, andere stehen leer. Es ist nicht klar, welches Potenzial vorhanden ist. Über kurz oder lang ist eine langfristige Lösung notwendig.
Ihm gehört zwar das Areal, trotzdem kann er aus dem familiären Verhältnis, sein Vater lebt noch, nicht frei entscheiden. Emotionale Verpflichtungen und Bindungen bestehen, die er berücksichtigen muss. Gleichzeitig will er aber auch für die nächste Generation die besten Voraussetzungen schaffen und auch viele Chancen erhalten.
Zeitgleich gibt es Interessenten für größere Teile des Areals die sie langfristig anmieten und einen 7-stelligen Betrag investieren wollen. Auch ein Verkauf steht im Raum. Die Interessenten wollen baldmöglich eine Entscheidung.
Eine sichere, belastbare Entscheidung ist so nicht möglich. Es geht nicht nur darum wer zahlt wieviel Miete oder Kaufpreis.
Es geht um größere Fragen:
Welche Entwicklung ist für das Areal möglich und sinnvoll?
Welche Flächen sollten vermietet, gesichert oder neu gedacht werden?
Was passt zur familiären Situation?
Welche Entscheidungen schaffen heute Einnahmen, ohne morgen Chancen zu verbauen?
Und wie lässt sich das sauber strukturieren?
Hier ist ein Überblick notwendig und der Sachverhalt muss strukturiert werden. Wir betrachten nicht nur Gebäude und Mietangebote. Wir analysieren die gesamte Ausgangssituation, ordnen die Interessen der Beteiligten und entwickeln nachvollziehbare Szenarien.
Denn ein gutes Angebot ist nicht automatisch die beste Lösung, sondern kann sinnvolle Entwicklungen behindern. Nicht immer ist eine langfristige Vermietung sinnvoll. Manchmal sollte zuerst geprüft werden, was das für das gesamte Areal bedeutet und welches Entwicklungspotenzial im Grundstück steckt. Und manchmal ist die wichtigste Aufgabe zunächst, die familiären Ziele sauber aufeinander abzustimmen.
So wird aus einem unübersichtlichen Fall wieder eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
Kennen Sie eine vergleichbare Situation?
Dann gilt: Erst Überblick schaffen. Danach die nächsten Schritte gehen.


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